Was macht eine Firma für technische Hauswartung?
Die technische Hauswartung bedient und überwacht die haustechnischen Anlagen einer Liegenschaft – Heizung, Warmwasser, Lüftung, Beleuchtung, Pumpen und Tore – und erledigt kleinere Instandhaltungsarbeiten, bevor aus einer Störung ein Schaden wird.
Moderne Liegenschaften haben Wärmepumpen, kontrollierte Wohnungslüftungen, Photovoltaikanlagen und Zutrittssysteme. Die technische Hauswartung macht regelmässige Kontrollgänge, liest Zähler ab, wechselt Filter, behebt kleine Störungen und bietet bei grösseren Problemen die zuständigen Servicefirmen auf. Gebäudetechnik ist fester Bestandteil der Grundbildung Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt EFZ und der Berufsprüfung Hauswart/in.
Wichtig ist die Abgrenzung: Arbeiten, die besondere Fachkenntnisse oder Bewilligungen erfordern, etwa an elektrischen Installationen, Gasanlagen oder bei der Liftrevision, gehören zu spezialisierten Fachfirmen. Eine gute technische Hauswartung kennt diese Grenze, führt eine Anlagendokumentation und koordiniert Wartungsverträge.
Für die Nebenkosten ist die Unterscheidung entscheidend: Nach Art. 5 VMWG sind Bedienung, Reinigung, Wartung und periodische Revision der Heizungsanlage als Heizungskosten anrechenbar, Reparatur und Erneuerung dagegen nicht (Art. 6 VMWG). Der Mieterinnen- und Mieterverband betrachtet ausser der Heizungsbedienung auch die Bereitstellung und den Betrieb weiterer technischer Anlagen nicht als nebenkostenfähige Hauswartung.
Kosten und Abrechnung
Die technische Hauswartung ist oft Teil der Hauswartungspauschale; umfangreichere Betreuung wird als separates Mandat oder nach Stundenaufwand verrechnet. Material und Ersatzteile kommen dazu. Weil Heizungsbedienung als Nebenkosten anrechenbar ist, Reparaturen aber nicht, sollten die Rapporte diese Arbeiten getrennt ausweisen.